Die Stadt Zürich sagt JA zum Landesmuseums-Erweiterungsprojekt!

Herzlichen Dank allen, die das Projekt bisher unterstützt haben.

Am 13. Februar 2011 wird erneut über die Bewilligung eines Beitrages für den Erweiterungsbau des Schweizerischen Landesmuseums Zürich aus dem Lotteriefonds abgestimmt.


JA zum Landesmuseum sagen:

Weitere Persönlichkeiten und Institutionen

 

10 Gute Gründe für ein JA:

1. Zeitgemässe Infrastruktur für Ausstellungen.

Die jährlich 150‘000 Besucherinnen und Besucher, Schulklassen und Gruppen aus allen Landesteilen dürfen sich inskünftig über genug Platz und eine zeitgemässe Infrastruktur im meist besuchten historischen Museum der Schweiz freuen. Dank flexibel einsetzbaren Ausstellungsräumen kann das Landesmuseum seinen Besucherinnen und Besuchern endlich auch grössere, speziellere und länger dauernde Wechsel- und Sonderausstellungen zeigen.

2. Durchgehenden Rundgang durch das Museum.

Die Museumserweiterung ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern erstmals einen durchgehenden Rundgang durch das Museum. Vorbei die Zeiten, in denen man sich in einem Labyrinth verlief und zu guter Letzt in einer Sackgasse landete.

3. Der Altbau von Gustav Gull bleibt integral erhalten.

Der Altbau von Gustav Gull bleibt integral erhalten. Der markante Turm bleibt Wahrzeichen und Identifikationsmerkmal des Landesmuseums. Dank der Erweiterung kann der Bau nicht nur seine Funktion beibehalten, sondern auch seine Attraktivität als Ausstellungsort deutlich steigern.

4. Aufwertung von Stadtraum hinter Bahnhof.

Der Stadtraum hinter dem Hauptbahnhof, das eigentliche Tor zu Zürich West, wird spürbar aufgewertet – ein Plus für Zürich.

5. Zürich als wichtiger Kulturstandort festigen.

Mit der Erweiterung des Museums Rietberg, des Kunsthauses und des Landesmuseums etabliert sich Zürich weiter als schweiz- und europaweit wichtiger Kulturstandort. Dies schafft einen wertvollen Ausgleich zum bestehenden Image als Finanzmetropole.

6. Das Auditorium und das Restaurant belebt das Platzspitzareal.

Das Auditorium und das Museumsrestaurant können auch ausserhalb der Museumsöffnungszeiten, zum Beispiel abends, von der Öffentlichkeit benützt werden. Dies belebt das heute oft unwirtliche Platzspitzareal und hilft mit, dieAbfall- und Suchtmittel-Problematik zu entschärfen.

7. Anerkannte Spitzenarchitektur.

Das Projekt von Christ Gantenbein Architekten ging 2002 aus einem zweistufigen Architekturwettbewerb mit namhaften Architekten hervor. In den vergangen 8 Jahren wurde das Projekt ausgearbeitet. Heute befürworten sämtliche relevanten Fachkreise und Fachleute die Museumserweiterung. Im Vorfeld haben die eidgenössische und die kantonale Kommission für Denkmalpflege sowie die Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons Zürich zur Optimierung des ursprünglichen Wettbewerbprojekts beigetragen. Auch der Schweizer Heimatschutz hat keine Einwände.

8. Politische Mehrheit ist dafür.

Nationalrat, Ständerat, Kantonsrat und Gemeinderat haben die Vorlage mit überwältigender Mehrheit gutgeheissen, der Zürcher Gemeinderat z.B. mit 102 (zu 13) Stimmen aus allen politischen Lagern.

9. Geringe Kosten für die Stadt.

Bund, Kanton und Private übernehmen über 90 Prozent der Kosten für die Museumserweiterung. Auf die Stadt Zürich entfallen die verbleibenden 10 Millionen – ein fairer Anteil, wenn man bedenkt, dass das Landesmuseum auch das historische Museum der Stadt Zürich ist.

10. 96% der Grünfläche hinter dem Museum bleiben unangetastet.

Die Grünfläche hinter dem Landesmuseum bleibt umfassend erhalten: 35‘160 der 36‘400 Quadratmeter des Platzspitzareals bleiben unangetastet.

 

Fakten

— Ausgangslage:
Schon seit seiner Eröffnung 1898 ist klar, dass das Landesmuseum zu klein dimensioniert ist.

Man hat sich zwar immer wieder etwas Luft verschafft – durch die Auslagerung der Kunstgewerbeschule, den Betrieb weiterer Museumsstandorte in und ausserhalb der Stadt Zürich oder der Auslagerung der Lager und des Backoffice. In den letzten Jahrzehnten ist jedoch ein wesentlicher Mangel immer stärker zutage getreten: Das Fehlen von Räumen, die sich für Wechselausstellungen eignen. Diese sind heute für einen attraktiven Museumsbetrieb unabdingbar. Das Gebäude von Gustav Gull ist derart speziell und „massgeschneidert“ (wenn man z.B. an die eingebauten historischen Räume denkt), dass es ohne viel Aufwand nicht an wechselnde Bedürfnisse angepasst werden kann.

— Wieso an diesem Standort bleiben?
Das Landesmuseum ist weit herum das einzige Museum mit eigenem Hauptbahnhof.

Mit andern Worten, Anbindung und Erreichbarkeit sind hervorragend, nicht nur für die Bevölkerung und die Touristen, aber auch für die vielen Schulklassen, die das Museum besuchen. Eine Verschiebung des Landesmuseums (oder einzelner Teile davon) an einen anderen Ort würde nicht nur die Attraktivität der Institution beeinträchtigen, sondern auch den Bau von Gustav Gull zum Tod verurteilen: Denn der Bau kann für nichts anderes genutzt werden, als für den Zweck, für den er gebaut wurde. Ein Erweiterungsbau an anderer Stelle würde mit Wechselausstellungen die grosse Mehrheit der Besucher anziehen und den Altbau mit der stationären Sammlung zum Gespensterschloss verkommen lassen. Es braucht deshalb unbedingt die enge Verzahnung von Alt- und Erweiterungsbau, auch um den Bau von Gustav Gull in seinem Wert und in seiner Funktionalität zu erhalten.

— Wie kam das Projekt für die Erweiterung zustande?
Der Bund schrieb international einen Architekturwettbewerb aus, der mehrstufig gestaltet war.

Präsidiert von Architekt Peter Zumthor (Pritzker-Preisträger 2009) entschied sich die Jury für den Entwurf der jungen Basler Architekten Emmanuel Christ und Christoph Gantenbein, der das Flügel-Konzept von Gustav Gull weiter entwickelte und dem Altbau hohen Respekt entgegenbrachte. Auf der Basis einer Flächenreduktion und des Inputs aus einem differenzierten Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege von 2003 wurde das Projekt weiter bearbeitet und in die heute vorliegende Form gebracht.

— Welche Auswirkungen hat das Projekt auf die Umgebung?
Der Erweiterungsbau wird so plaziert, dass die Wirkung des Gull-Baus von der Bahnhofsseite her uneingeschränkt erhalten bleibt. Im Übrigen wird kein Kubikmeter des Gull-Baus dem Erweiterungsbau zum Opfer fallen, es wird integral erhalten.

Was das Platzspitz-Areal anbelangt, so bleiben von gut 36‘000 Quadratmeter 35‘000 unangetastet. Der Erweiterungsbau ist so konzipiert, dass zahlreiche Durchblicke zwischen Altbau und Platzspitz erhalten bleiben. Und was die Umwelt generell angeht, so wird der Erweiterungsbau den besonders strengen Standard Minergie-P einhalten.

— Was bringt das Projekt dem Platzspitz-Areal? Das auf die Limmatseite ausgerichtete Museumsrestaurant und das Auditorium werden auch abends betrieben werden. Dies wird auch den Park beleben und damit das subjektive Sicherheitsempfinden der Spaziergänger deutlich erhöhen.

Das Platzspitz-Areal ist als innerstädtisches Naherholungsgebiet historisch belastet („Needle Park“). Es kann sein Potenzial nicht richtig entfalten kann: Littering, Akoholkonsum und Drogengeschäfte sind nicht erst heute ein Problem. Daher wird die Anlage eigentlich nur tagsüber genutzt. Vor allem Familien und Frauen haben Angst, sich im Park zu bewegen.

— Was würden Gull und seine Zeitgenossen zum Erweiterungsbau sagen? Schon Gustav Gull war der Meinung, eine Erweiterung werde nötig sein und sie müsse unter Einbezug des Platzspitz-Areals stattfinden.

Bereits im Bewerbungsdossier von Stadt und Kanton von 1890 an die eidgenössischen Räte wird die Frage nach der zukünftigen Entwicklung thematisiert. Dort heisst es: „Das Museum soll (...) nicht in einem einzigen, in sich abgeschlossenen Gebäude untergebracht werden, sondern es wäre wohl eine malerische Gruppierung von zusammenhängenden Anlagen zweckentsprechender. Gerade darin läge die Gewähr, dass es sich später nach jeder Richtung organisch ausbauen und weiter entwickeln liesse. (...) In der Platz(spitz)promenade könnten im Schatten der alten Baum-Alleen Kapellen, Alpenhäuschen usw. ihre Stelle finden.“

— Was sagen die öffentlichen Fachstellen zum Projekt?

Die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege, die Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons Zürich sowie die Denkmalpflegekommission des Kantons Zürich haben sich einlässlich mit dem Projekt auseinandergesetzt und auch wesentlichen Input für die Optimierung der Erweiterung geliefert. In ihren offiziellen Stellungnahmen unterstützen sie das Projekt in seiner endgültigen Form. Als private Organisation steht auch der Schweizerische Heimatschutz hinter dem Projekt.

— Wie hoch sind die Gesamtkosten?

Insgesamt werden für die Sanierung und Erweiterung des Schweizerischen Landesmuseums in den Jahren 1996 bis 2019 gegen eine Viertelmilliarde Franken investiert:

— Bau Sammlungszentrum Affoltern zur Entlastung des Hauptsitzes CHF 30 Mio
— Sanierung und Sicherung des Altbaus von Gustav Gull CHF 100 Mio.
— Die eigentliche Erweiterung sind CHF 111 Mio.
Total Investitionen: CHF 241 Mio.
— Wer zahlt wieviel und vor allem: Was soll die Stadt Zürich bezahlen?

Der Bund übernimmt mit CHF 206 Mio. den Löwenanteil. Diese Beträge sind bereits vom Parlament beschlossen. Für den kantonalen Beitrag von CHF 20 Mio. hat sich der Kantonsrat sehr deutlich ausgesprochen. Ferner werden private Sponsoren rund CHF 5 Mio. aufbringen. Die Stadt Zürich soll CHF 10 Mio. leisten, wovon CHF 6.6 Mio. bar und CHF 3.4 Mio. in Form einer Landabtretung für die Realisierung der Erweiterung erfolgen. In allen Parlamenten wurden die Vorlagen mit absolut überwältigenden Mehrheiten genehmigt, im Zürcher Gemeinderat zum Beispiel mit 102 zu 13 Stimmen. Der guten Ordnung halber sei erwähnt, dass selbstverständlich alle heutigen und zukünftigen Betriebskosten vollumfänglich zu Lasten des Bundes gehen.

— Wieso soll Zürich überhaupt einen Beitrag an die Erweiterung leisten? Das Landesmuseum gehört zu Zürich, das seinerzeit darum gekämpft hat, und die Stadt profitiert in besonderem Masse davon. Es ist ja gleichzeitig auch das historische Museum für Stadt und Kanton Zürich.

Zürich ist denn auch bei den Objekten deutlich stärker vertreten als andere Landesgegenden. Ein grosser Teil des jährlichen 25-Millionen-Budgets wird in Zürich ausgegeben, ganz abgesehen von den hoch qualifizierten Arbeitsplätzen, die hier angeboten werden. Und nicht zu vergessen ist auch die Wirkung des Museums als Tourismusmagnet im Rahmen des Gesamtangebots der Stadt.

— Wieso braucht es denn überhaupt eine Volksabstimmung? Die Volksabstimmung findet statt, weil das Referendum gegen den Beschluss des Gemeinderates ergriffen wurde.

Im Vorfeld hatte sich die Stadtzürcher Sektion des Heimatschutzes ob der Frage des Projekts zerstritten, worauf alle „Realos“ den Verein verliessen und die Scharfmacher übrig blieben. Diese wollen nun auf Biegen und Brechen die Erweiterung verhindern. Unterstützung finden sie in konservativen Kreisen um einen SVP-Nationalrat und Universitätsprofessor, denen nicht passt, dass sich das Nationalmuseum auch für zeitgenössische Themen geöffnet hat.

 

DESHALB JA ZU UNSEREM LANDESMUSEUM ! VOLKSABSTIMMUNG IM KANTON ZÜRICH AM 13. FEBRUAR 2011

Corine Mauch Corine Mauch

Daniel Vischer Daniel Vischer

Doris Fiala Doris Fiala

Marcel Meili

Felix Gutzwiller Felix Gutzwiller

Hans Fehr Hans Fehr

Martin Vollenwyder Martin Vollenwyder

Min Li Marti Min Li Marti

Daniel Niggli & Mathias Müller

Monika Weber Monika Weber

Werner Oechslin Werner Oechslin

David Weiss & Peter Fischli

Rudi Bindella

Big Zis

Benedikt Loderer

Elmar 
Lederberger Elmar Ledergerber

Peter Zumthor Peter Zumthor